beos

Hintergrund

 

Falsches Ernährungsverhalten und Bewegungsmangel sind entscheidende Risikofaktoren für Übergewicht. Viele Kinder und Jugendliche ernähren sich zu fettreich und zu ballaststoffarm, was unter anderem durch einen hohen Süßigkeiten- und Fastfoodkonsum bedingt ist. In Deutschland nehmen 25 % der Schüler kein erstes und 15 % kein zweites Frühstück zu sich. Wird in der Pause etwas gegessen, verzehren viele Kinder Süßigkeiten und gesüßte Getränke (Limonade, Saftgetränke), die u.a. zu einem zu hohen Fett- und zu geringen Verzehr von komplexen Kohlenhydraten beitragen. Dies kann insbesondere in Kombination mit körperlicher Inaktivität aufgrund von langem Fernsehen und Computer spielen sowie durch die zunehmende Motorisierung zu einer positiven Energiebilanz und damit zu Übergewicht führen. Mittlerweile sind 15 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3-17 Jahren  in Deutschland übergewichtig, 6,3 % sind adipös (KiGGS Studie 2007).

 

Legt man die wenigen vorliegenden Kenntnisse zum gesund-heitsrelevanten Bewegungsmaß für das Kindes- und Jugendalter zu Grunde, so sind für bis zu 20 % der Kinder und Jugendlichen gravierende körperliche Unterforderungen – d.h. ein deutlich ausgeprägter Risikofaktor Bewegungsmangel – zu vermuten, mit allen negativen Folgen für den Gesundheitsstatus. Neben klassischen Auswirkungen (z. B. Übergewicht) sind sensorische und motorische Störungen eine mögliche Folge. Insgesamt können ca. 10 bis 20 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland als gravierend gesundheitlich belastet – im Sinne von längerfristig interventionsbedürftig – eingeschätzt werden.

 

Die Förderung der Gesundheit und die Stärkung von Ressourcen von Kindern und Jugendlichen ist deshalb eine vorrangige Aufgabe von weitreichender Bedeutung. Das Setting Schule bietet sich als ein besonderer Schwerpunkt für Gesundheitsförderungs- und Prä-ventionsinitiativen im Kindes- und Jugendalter an. Wesentliche Gründe dafür sind, dass praktisch alle Kinder über die Schulen erreicht werden können und der erarbeitete Ansatz sich in die täglichen schulischen Aktivitäten einfügen lässt.

 

Allerdings liegt den meisten Projekten ein problemorientierter Ansatz zugrunde und die an den Schulen vorhandenen institutionellen und persönlichen Ressourcen werden oft vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund haben wir in der Initiative BEO‘S gemeinsam mit Vertretern von Grund- und Hauptschulen ein ressourcenorientiertes Rahmenkonzept zur gesunden Ernährung und Bewegung in der Schule entwickelt. Dieses Konzept ist im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen auf die Ressourcen und Barrieren einzelner Schulen zugeschnitten und wird vor Ort umgesetzt.

 

Bewegung

 

Die heutige Bewegungswelt der Kinder ist geprägt durch ein Paradoxon. Einerseits war der Organisationsgrad bei Kindern im Sport noch nie so hoch wie heute. Laut den DOSB Statistiken sind ca. 80% aller Kinder und Jugendliche irgendwann einmal Mitglied in einem Sportverein.

 

Andererseits steht die steigende Anzahl an funktionellen und motorischen Defiziten dem gegenüber. So klagen Ärzte, Sportwissenschaftler und Pädagogen über immer mehr leistungsschwache Kinder schon bei der Einschulung, denn immer mehr Kinder sind motorisch auffällig. Sie haben zunehmend Probleme mit grundlegenden Fähigkeiten wie laufen, werfen, springen, balancieren und klettern.

 

Dieses Paradoxon zeigt deutlich, dass die heutzutage fehlende tägliche Alltagsbewegung nicht allein durch den organisierten Sport ausgeglichen werden kann. Untersuchungen haben ergeben, dass sich Kinder pro Tag im Durchschnitt nur noch 15 - 30 Minuten bewegen und davon nur die Hälfte der Zeit intensiv; d.h. so dass sie ins schwitzen kommen. Die mangelnde Alltagsaktivität wirkt sich nicht nur auf die Motorik, sondern auch auf den Energiehaushalt aus. So werden auf der einen Seite im Alltag heute im Gegensatz zu früher viel weniger Kalorien umgesetzt, auf der anderen Seite nehmen wir durch den übermäßigen Konsum an Nahrungsmitteln mehr Kalorien auf.

 

Dies führt zu einer schiefen Energiebilanz, was auch schon bei Kindern immer häufiger zu Übergewicht führt. Sowohl Bewegungsmangel als auch Übergewicht führen zu einem Rückgang der motorischen Leistungsfähigkeit. Motorik hat jedoch einen hohen Stellenwert in der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes. Motorik umfasst alle Persön-lichkeitsbereiche sowie alle Prozesse, die an der Steuerung und Kontrolle von Haltung und Bewegung beteiligt sind.

 

Des Weiteren hat Bewegung eine große Bedeutung für die körperliche, motorische, psychosoziale und kognitive Entwicklung. Bewegung wird somit zum Motor der Entwicklung und sie ist nichts, das wir von Geburt an beherrschen, sondern von Grund auf lernen müssen.

 

Ernährung

Der Bereich Ernährung umfasst die Schulverpflegung in den Pausen und zum Mittagessen, die Einbindung des Themas Ernährung in den Unterricht sowie die Umsetzung verschiedener Klassen- und Schulprojekte. Hier finden Sie Konzepte, Ideen und Anregungen rund um Ernährung, die sich in den Schulalltag gut integrieren lassen.

 

Kinder

JuvenTUM (http://www.juventum.med.tum.de/gs/kinder/index.php)

 

Werde zum Experten! Bei JuvenTUM hast du die Möglichkeit, zum Körper-, Bewegungs- und Ernährungsexperten zu werden. Am Anfang kannst du mit gut beschriebenen Übungen deine Fitness testen, um dann die für dich perfekte Sportart zu finden. Die soll dich dann richtig fit machen, und deine Ergebnisse kannst du in einem Bewegungstagebuch festhalten.

 

Cool Food Planet (http://www.coolfoodplanet.org/ger/kidz/index.htm)

 

Auf dem Cool Food Planet steht eure körperliche und geistige Fitness im Mittelpunkt! Spielerisch erfahrt ihr, was euch gut tut und welches Essverhalten eher schädlich ist. Bei einem Quiz könnt ihr euer Wissen über gesunde Ernährung testen und bei ein paar Spielen wichtige Dinge über euch und eure Lebensmittel herausfinden.

 

Gesund macht Schule (http://www.gesund-macht-schule.de)

 

Auf den Kinderseiten von „Gesund macht Schule“ findet ihr wieder ganz viele tolle Tipps um Ernährung und Bewegung. bekommt Tipps für die Hausaufgaben. Außerdem findet ihr dort Rezepte, mit denen ihr Mama und Papa überraschen könnt. 

 

Rechtliche Aspekte

Die Organisation und rechtlich sichere Ausgestaltung von Schulverpflegungsangeboten muss eine Vielzahl von Rechtsfragen beachten. Hierzu gehören Fragen des Organisations-, Vergabe-, Steuer-, Lebensmittel- und Hygienerechts. Auf den nachfolgenden Seiten finden sich erste Anhaltspunkte in Form kurzer Zusammenfassungen. Diese können und sollen allerdings eine Einzelfalllösung nicht ersetzen.

 

Für konkrete Fragen wenden Sie sich daher bitte ggfs. an Dr. Daniel Wozniak, Lehrstuhl für Öffentliches Recht II.

E-Mail: daniel.wozniak@uni-bayreuth.de  

 

Beteiligte Schulen seit 2007

 

Grund- und Hauptschulen

Grundschulen

Hauptschulen

Volksschule Bindlach    

Volksschule Fichtelberg-Mehlmeisel

Albert-Schweitzer-Volksschule Bayreuth

Volksschule Weidenberg 

Graser-Volksschule Bayreuth

 
 

Volksschule Bayreuth – Herzoghöhe

 
 

Alexander-von-Humboldt-Volksschule Goldkronach

 

 

seit 2009

Grund- und Hauptschulen

Grundschulen

Hauptschule

Volksschule Gefrees
 

Grundschule St. Georgen Bayreuth

Volksschule Bayreuth Altstadt

 

Volksschule Bayreuth Lerchenbühl

 

 

 

Lydia Bodner
Diplom-Ökotrophologin

Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften
Universität Bayreuth
Prieserstr. 2
D-95444 Bayreuth

Tel: +49 (0) 921 / 55 48 13
Fax: +49 (0) 921 / 55 48 32
E-Mail:
lydia.bodner@uni-bayreuth.de

www.beos.uni-bayreuth.de

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